"Ratchaprasong" am schlimmsten:

Taxi-Ärger in Bangkok!

Mitte Januar 2016 wurden über Tausend Taxifahrer in Bangkok als "Verkehrssünder" bestraft, die allein im letzten Monat die geltenden Gesetze missachteten. Darunter auch die Pflicht, potentielle Fahrgäste zu befördern.

Dies teilte das Verkehrsministerium (Department of Land Transport) letzte Woche gegenüber Medienvertretern mit. Konkrete Zahlen: Von Dezember 2015 bis Mitte Januar 2016 hatten 1001 "Bangkok Driver" die von der Militärregierung neu eingeführten Taxiregeln ignoriert.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Vergehen deutlich an. Zwischen März und November 2015 wurden durchschnittlich 163 Strafen pro Monat verhängt; insgesamt - so hieß es - rund 1400 Fahrer wegen Verletzung der Vorschriften verurteilt. Dazu gehörten kleinere Verkehrsdelikte wie die Versäumnis, sein Taxi zur regelmäßigen Inspektion zu bringen, oder die Fahrzeug-Steuer pünktlich zu bezahlen.

Doch am Schlimmsten sei immer noch die gelegentliche Weigerung der Taxifahrer, das Taxameter einzuschalten, oder aber die generelle Ablehnung von Fahrgästen.    

Stress mit Taxifahrern vorprogrammiert

"Der gesamte Ratchaprasong Bereich ist nach wie vor die berüchtigtsten Stelle", zitierte die Tageszeitung "Bangkok Post" den Generaldirektor des Verkehrsamtes, Khun Sanit Promwong. "Nehmen wir den Dezember letzten Jahres als Beispiel: 

294 Fahrer (in der gesamten Bangkok-Region) verweigerten die Fahrt; allein 277 davon wurden rund um die Ratchaprasong Kreuzung geschnappt, weil sie Passagiere zurückwiesen."

Touristen seien also gewarnt: Ratchrasong gilt laut Ministerium weiterhin als "Top Adresse" für Taxi-Ärger!

Zur näheren Erklärung für "Neulinge":
Ratchaprasong ist der Name einer bekannten Kreuzung und einer Einkaufsmeile im Bangkoker Bezirk "Pathum Wan" (Foto rechts).

Dort kreuzen sich die Straßen Rama-I., Ratchadamri und Phloen-Chit. Hier befinden sich untern anderem die beliebte Shoppingmall Central World und das "Grand Hyatt Erawan Hotel" mit dem mittlerweile weltbekannten Erawan Schrein, wo am 17. August 2015 eine Bombe explodierte.  Die Ratchaprasong Kreuzung war - neben der Asok Junction - ebenfalls ein zentraler Schauplatz während der Unruhen zum Jahresanfang 2014.

Fahrer verteidigen sich:
Staus & wenig Geld..!!

Konkrete Argumente für die Ablehnung von Passagieren wurden von Sanit Promwong nicht genannt. Pendler führen die Weigerungen der Chauffeure jedoch auf das extrem hohe Verkehrsaufkommen und endlose Staus während den Hauptverkehrszeiten zurück.

Die betroffenen Taxifahrer beklagten die Uneinsichtigkeit des Ministeriums im vergangenen Jahr. Sie würden viel zu wenig verdienen, hieß es aus deren Reihen. Dem Wunsch, eine 5%-ige Zinserhöhung durchzuführen sowie die Grundrate vom Flughafen von 50 Baht auf 75 Baht (Taxi-Standardgröße) bzw auf 95 Baht (Taxi-Van) zu erhöhen, wurde vom "Transport Ministry" im Jahre 2015 zweimal abgelehnt.  

 

 

Generelles Feedback: positiv...

"Immerhin...", so das Fazit von Direktor Sanit Promwong, "...sind bislang rund 71% aller 'Bangkokians' mit dem Taxi-Service in der Stadt zufrieden...". Man arbeite außerdem an einer vernünftigen Lösung mit dem Taxi-Verband, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Grundsätzlich habe sich doch viel Positives getan, seit die neuen Taxi-Regeln in Kraft getreten sind. So hätten sich auch die langen Warteschlangen und vor allem die "Taxi-Scams" am Airport deutlich minimiert -  Dank der Anfang 2015 eingeführten Flughafenautomaten.  

THAIZEIT-TIPP:

Wer rund um die Ratchaprasong-Kreuzung unterwegs ist, sollte am besten den Skytrain (BTS Chidlom oder Siam Square) nutzen. Und grundsätzlich empfiehlt es sich, ein paar "Spielregeln" zu beachten, denn: andere Länder, andere Sitten...! (NG)


Lesen Sie hierzu auch diesen interessanten Thaizeit-Bericht:
 


>>> Transport in Bangkok: 10 goldene Taxi-Regeln
 


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