Kriegsrecht in Thailand:

Der Tag danach!

Bangkok ist ruhig. Überraschend ruhig. Einen Tag nach Verhängung des Kriegsrechts in Thailand gibt es keine Berichte von Demo-Märschen oder Gewalt. Ob das Militär anhaltend für "Ruhe und Ordnung" sorgen kann, wird sich zeigen. Sicher ist: Touristen müssen keine Einschränkungen hinnehmen.


Hätten die Urlauber in Thailand nicht die Deutschland-Nachrichten eingeschaltet, oder die aufgeregten Schlagzeilen in internationalen Medien gelesen, sie wüssten wahrscheinlich gar nicht, dass sich von einem Tag auf den anderen etwas im Königreich geändert hat. Tatsächlich merkt kaum ein Tourist oder Expat etwas von der "martial law", die im Morgengrauen des 20. Mai als öffentlicher Befehl von Armeechef Prayuth Chan-ocha im TV ausgesprochen wurde. Thaizeit berichtete...

Was bedeutet Kriegsrecht?


Zugegeben, das Wort hört sich höchst dramatisch an. Für das Militär und die Polizei jedoch bedeutet es, im Falle von Krawallen und gewalttätigen Ausschreitungen sofort reagieren zu können. "Die Sicherheit des Landes, die der Bevölkerung und der Urlauber, darf zu keinem Zeitpunkt gefährdet sein", betonte Prayuth gegenüber den Medien. Nach monatelangen Demonstrationen und aggressiven Zusammenstössen zwischen Rothemden und Gelbhemden wurde es seiner Meinung nach "höchste Zeit, endlich für Ruhe und Ordnung zu sorgen". Politische Demonstrationen sind unter Kriegsrecht illegal. Weitere Einzelheiten dazu erfahren Sie in diesem Bericht.

Putsch oder nicht? 

"Dies ist kein Putsch", sagt Prayuth. Das Online Portal des renommierten Time-Magazine (time.com) konterte: „Wenn es aussieht wie ein Coup, wenn es riecht wie ein Coup, dann ist es ein Coup“ (Anmerkung d. Redaktion: "Coup d'Etat" heißt Staatsstreich/Putsch). Insider sprechen von einem "sanften Putsch", zumal von der Armee umgehend Zensurmaßnahmen für sämtliche Medien eingeleitet wurden, darunter auch für soziale Netzwerke. Panik sei jedoch völlig unangebracht, lies Prayuth verlauten. Man solle ganz normal weiterleben. 

Keine Reisewarnung, keine Einschränkungen 

Das Auswärtige Amt ebenso wie die TAT melden: "In den Touristenzentren im Süden und Norden Thailands wie Phuket, Krabi oder Chiang Mai ist die Lage ruhig, für Touristen bestehen keinerlei Einschränkungen." Auch Rolf Schulze, der Deutsche Botschafter in Bangkok, betonte gestern in einem Exklusiv-Interview mit Thaizeit: "Eine Reisewarnung gibt es von uns nicht". 

Was Urlauber jetzt wissen sollten

• Keine Änderung & Einschränkungen an allen Flughäfen des Landes. Dies bestätigte der Direktor des Flughafenbetreibers AOT
• Rechnen Sie jedoch mit einer erhöhten Militärpräsenz. Über 500 Soldaten befinden sich derzeit am internationalen Airport Suvarnabhumi.
• Durch zahlreiche Checkpoints der Soldaten in und um Bangkok kommt es zu erhöhtem Verkehrsaufkommen und zu längeren Staus.
• Planen Sie mindestens 3 Stunden zum Flughafen ein, oder nehmen Sie den Airport Link.
• Banken und Geschäfte sind geöffnet
Attraktionen im gesamten Land sind geöffnet und uneingeschränkt zugänglich.
• Halten Sie sich von Demonstrationen und Menschenaufläufen fern. Betroffen sind vor allem die Gegenden rund um das Democracy Monument und die Ratchadamnoen Avenue.

Grundsätzlich gilt: einem Urlaub in Thailand steht nichts im Wege. 


Aktuelle Infos lesen Sie weiterhin hier auf Thaizeit.de.

Die politische Lage kann sich in Thailand jederzeit ändern. 
Wir halten Sie täglich auf dem Laufenden, sollte sich die Lage verschärfen, oder sollten Großdemonstrationen von Regierungsgegnern oder -anhängern in absehbarer Zeit geplant werden. Also schauen Sie täglich bei uns rein...!       

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