Wirtschaftsnews:

Thailands Regierung zahlt nun doch Kaution für gepfändete Boeing

Thailands Kronprinz kann sich die 20 Millionen Euro für die Kaution der in München gepfändeten Boeing sparen. Der scheidende thailändische Außenminister Kasit Piromya sagte laut der Nachrichtenagentur dpa, die Regierung werde die Zahlung übernehmen.


Kronprinz Maha Vajiralongkorn hatte am Montag angekündigt, die Kaution für den beschlagnahmten Flieger selbst zu hinterlegen. Damit wolle er dazu beitragen, dass der Schuldenstreit zwischen Thailand und dem Insolventverwalter der ehemaligen Walter Bau bald beigelegt werde.
Das Landgericht Landshut hatte die 20 Millionen schwere Sicherheitsleistung festgelegt, nachdem der Insolvenzverwalter Werner Schneider die Boeing 737, mit der der Prinz nach Deutschland geflogen war, auf dem Münchner Flughafen pfänden ließ.
Laut dem Urteil eines internationalen Schiedsgerichts schuldet Thailand dem Insolvenzverwalter 36 Millionen Euro.
Das Landgericht Landshut muss in einem Verfahren klären, ob der Flieger dem Kronprinzen oder dem thailändischen Staat gehört. Mit einem Urteil wird nicht vor Ende September gerechnet.
Thailands Regierung wolle nach Angaben von Außenminister Kasit mit der Übernahme der Kaution deutlich machen, dass die Boeing Eigentum des Prinzen sei und dieser mit dem Schuldenstreit nichts zu tun habe.
Zunächst hatte sich die Regierung geweigert, die Kation zu zahlen.
Zum Exklusiv-Interview mit dem deutschen Botschafter in Bangkok >>

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