Abenteuerliche Insel-Safari(3):

Moken - das vergessene Volk

Während unser Reise durch das atemberaubende Mergui Archipel machten wir auch Halt bei einem "Sea Gipsy Dorf". In der Regenzeit bleiben die Seenomaden in ihrem Dorf auf Stelzen, ansonsten ziehen sie mit Booten von Insel zu Insel. Bilder von einem Leben jenseits von jeglichem Luxus.


Was wohl eines Tages aus diesen süßen Kindern wird, denken wir spontan, als uns die "Moken" gewähren, ihr Inseldorf zu besuchen. Wir haben Obst, Kekse und Süßigkeiten für die Kleinen mitgebracht - als kleines "Dankeschön" für ihre Gastfreundschaft! 


Die Moken sind eines der südostasiatischen Völker, die in der östlichen Andamanensee, in der Straße von Malakka und dem südchinesischen Meer leben. Zuletzt hat das Thaizeit-Team dieses fast vergessene Volk auf den Surin Islands besucht - auch dort gibt es ein "Sea Gipsy"-Dorf auf Stelzen. Dort werden sie als die Moken Tamub bezeichnet. Hier, im Gebiet der burmesischen Inseln der Andamanensee, nennt man sie Moken Pula. 

Nahe Verwandte der Moken sind die in Thailand lebenden Moklen in Takua Pa und die Urak Lawoi am Rawai-Beach auf Phuket, auf den Siray-Inseln, auf Phi Phi, Koh Lanta, Koh Muk, Koh Bulon, Koh Lipe und Adang.
Während einer Cruise durch das Mergui Archipel im Süden Mayanmars, die aus unserer Sicht zu den schönsten Seereisen gehört, die man in unmittelbarer Nähe zu Thailand erleben kann, ist der Besuch der Sea Gipsys in ihrem Dorf besonders bereichernd. Wir machten dort Halt auf dem Weg nach Boulder Island - vielleicht eines der letzten Paradiese auf der Welt. 
Die Menschen sind sehr offen und herzlich. Wir werden mit einem echten Lächeln empfangen.  Doch was wir im Seezigeunerdorf JALAN zu sehen bekommen, macht sehr nachdenklich. Hier gibt es nichts außer das Leben an der Basis.
Getaucht wird zum Überleben - stets ohne Sauerstofftanks und mit Speeren. Für die Moken ist das Meer ein Ort, keine Barriere, und sie haben gelernt, endlos lang die Luft anzuhalten. Deshalb leben sie vorwiegend vom Fang von Fischen, sowie von Meeresfrüchten.

Man wäscht sich in Trögen oder Eimern
(siehe Bildergalerie!).  Elektrizität gibt es nur sporadisch. Die Moken schlafen und kochen auf dem Hüttenboden auf Brettern. Schulbildung gibt es gar nicht. Nur eine schöne goldene Moschee. 
Dies ist eine der wenigen ethnischen Minderheiten, die sich die traditionelle nomadische Lebensweise erhalten konnten. Ihre Zahl wird auf mehrere Tausend geschätzt. Jedoch hat auch die Regierung Myanmars damit begonnen, die Seenomaden dazu zu drängen, sich niederzulassen. Nur wenige Moken besitzen allerdings Pässe der Länder, in denen sie leben; die Mehrzahl ist staatenlos. Kommen Sie mit auf unseren Rundgang, und statten Sie den Moken gemeinsam mit uns einen Besuch ab. 

>>> Bildergalerie: Seezigeuner - das vergessene Volk

Nathalie Gütermann (Text & Fotos)


INFO, HILFE & SPENDEN Um die genauen Lebensweisen, die Sorgen und Nöte der Moken zu beschreiben, und richtig in "die Tiefe" zu gehen, würde den Rahmen auf einem Online-Portal sprengen. 

Wer jedoch echtes Interesse hat, mehr über die Seenomaden zu erfahren und auch Hilfe und Support leisten möchte, sollte sich hier informieren: 


PROJEKT MOKEN: >> ProjectMoken.com VIDEO: "Es gibt kein Wort für Sorgen"
https://vimeo.com/ondemand/nowordforworry

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