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Dr. Chiraporn Polpibulaya
Dr. Chiraporn Polpibulaya

Zahnmedizin für Kinder

Moderne Mütter kümmern sich immer stärker um die Zahngesundheit ihrer Kinder. Sauberkeit, Ästhetik und Funktionalität des Gebisses werden ihnen immer wichtiger. Aber wann ist es Zeit, eine Grundlage für die Zahngesundheit zu legen? Dr. Chiraporn Polpibulaya, Zahnärztin mit 25 Jahren Berufserfahrung, beantwortet diese Frage und gibt Tipps, wie man Kindern die Angst vorm Zahnarzt nehmen kann.


Eine Mutter sollte anfangen, sich um die Zahngesundheit ihres Kindes zu kümmern, sobald sie erfährt, dass sie schwanger ist. Bereits nach sechs Wochen beginnen sich die Zähne zu entwickeln, zuerst in Form von kleinen Knospen im Bereich des künftigen Kiefers. Wenn eine schwangere Frau ausreichend Milchprodukte, Eier, Gemüse und nährstoffreiche Meeresfrüchte zu sich nimmt, all diese Nahrungsmittel fördern kräftige Zähne, dann erfährt die Zahngesundheit des Kindes einen guten Start.
Normalerweise kommen die ersten Milchzähne etwa sechs Monate nach der Geburt zum Vorschein. Die ersten beiden Vorderzähne beginnen zu wachsen, gefolgt von der oberen Zahnreihe. Die restlichen Zähne tauchen dann nach und nach auf, bis zum Alter von zweieinhalb bis drei Jahren werden es zwanzig Milchzähne sein.
Eltern sollten so früh wie möglich anfangen, ihren Kindern beizubringen, wie sie ihre Zähne zu pflegen haben. Und sobald das Kind alt genug ist, eine Zahnbürste zu benutzen, sollte es lernen, wie man diese richtig anwendet. Heute sind viele Zahnbürsten auf dem Markt, die speziell für Kleinkinder entwickelt wurden. Eltern sollten den Kindern zuerst vormachen, wie es geht, und dann gemeinsam ans Werk gehen. Dann sollten die Kinder das Zähneputzen selbständig durchführen. Kontrollieren Sie als Eltern aber anfangs regelmäßig, ob die Zähne auch tatsächlich sauber sind. Anderenfalls helfen Sie dem Kind erneut.

Kinder zum Zahnarzt bringen


Kinder zum Zahnarzt zu bringen, muss überhaupt keine angsteinflößende Erfahrung sein. Es gibt so viele Tricks, die Aufmerksamkeit der Kinder vom Zahnarztbesuch abzulenken. Der Arzt könnte das Kind einbeziehen und mit Hilfe der Intraoralkamera Aufnahmen von den Zähnen und dem Lächeln des Kindes machen und ihnen anschliessend zeigen.
Dank dieser neuen Standards müssen sich Kinder nicht mehr vorm Zahnarzt fürchten. Beim ersten Zahnarztbesuch sollte man sich erst einmal kennenlernen und die Geräte erklären.
Erst später werden die Zahnprobleme angesprochen. Und beim zweiten Besuch sollten schmerzfreie Prozeduren wie Zahnsäuberung angewandt werden. Ab dann wird es für Kind und Arzt wesentlich einfacher werden mit den Terminen – auch, wenn es ernst wird. Auch kleine Geschenke vom Zahnarzt helfen.
Und sollte das Kind doch einmal weinen, kann der Zahnarzt es für eine Weile mit Spielzeug spielen lassen um zu zeigen, dass er sich um das Kind sorgt und kümmert. Beim nächsten Mal wird es dann viel einfacher!
Was ich gern sehen würde: Wenn Eltern den Kindern helfen würden, eine gesunde Einstellung zum Zahnarzt zu entwickeln und erklären würden, dass Zahnärzte da sind, um zu helfen. Zum Beispiel so: ‚Schau, zum Zahnarzt zu gehen, ist gar nicht schmerzhaft! Der Zahnarzt hilft dir. Er ist so freundlich, er hat sogar eine Belohnung für dich! Willst du denn Zahnarzt nicht wiedersehen?‘. So wird das Vertrauen der Kinder zum Zahnarzt gestärkt und die Besuche fallen leichter. Und der Arzt kann sich besser um die Zahngesundheit des Kindes kümmern.“

Zahnhygiene


Nun zur Zahnhygiene. Wenn Babys noch klein sind und gestillt werden, müssen die Eltern den Mundraum säubern, zum Beispiel mit um den Finger gewickeltem Verbandmull. Wenn die ersten Zähne da sind, sollte eine altersgerechte Bürste verwendet werden. Dem Kind sollte von vornherein gezeigt werden, wie es richtig geht.
Wenn Kinder Angst haben, Zähneputzen könnte schmerzhaft sein, lassen Sie die Kleinen anfangs auf Gemüse oder Obst kauen. Das ist auch ein guter Weg, Zähne zu säubern.
Aber am wichtigsten ist es, dass die Kinder bis spätestens zum Alter von acht Jahren gelernt haben, sich korrekt die Zähne zu putzen. Und immer nach dem Genuss von Milch sollte mit Wasser nachgespült werden, um Zahnbelag zu verhindern. Es sollten Nahrungsmittel gewählt werden, die viele Vitamine und Kalzium enthalten. Und zweimal im Jahr zum Zahnarzt – mit motivierender Erklärung, einen wichtigen Beitrag zur eigenen Gesundheit zu leisten.
Um wirklich für die Zahngesundheit Ihres Kindes zu sorgen, ist Teamwork erforderlich: Vater, Mutter, Zahnarzt und – am wichtigsten – das Kind müssen zusammenarbeiten.
Dr. Chiraporn Polpibulaya

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