Thailand soll deutscher Initiative beitreten:

Dr. Hanns Schumacher informiert

Der deutsche Botschafter Dr. Hanns Schumacher informierte gemeinsam mit den Botschaftern Spaniens und Dänemarks sowie dem thailändischen Minister für Energie auf einer Pressekonferenz über die deutsche Initiative „Internationale Agentur für erneuerbare Energie” (IRENA).


Globale Herausforderungen lassen sich nicht im Alleingang lösen: Energiesicherheit, Umweltschutz und Armutsbekämpfung können nur gemeinsam auf internationaler Ebene bewältigt werden. Erneuerbare Energien spielen dabei eine Schlüsselrolle, ihr vermehrter Einsatz ist angesichts des Klimawandels und im Hinblick auf begrenzte konventionelle Ressourcen ein Muss. Mit ihrer Initiative zur Gründung einer Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, den weltweiten Ausbau der Erneuerbaren zu beschleunigen.
Bislang mangelt es an einer internationalen Organisation, deren Hauptziel es ist, Industrie- und Entwicklungsländer beim Ausbau von erneuerbarer Energie konkret und umfassend zu beraten und zu unterstützen. Genau hier setzt IRENA an: Eine ihrer Hauptaufgaben wird es sein, ihre Mitglieder bei dem Auf- und Ausbau von politischen Rahmenbedingungen zu begleiten, mit denen erneuerbare Energien gefördert werden können.
Das Ziel ist nun greifbar nah: Die Statuten wurden am 26. Januar 2009 auf der Gründungskonferenz in Bonn von den teilnehmenden Staaten unterzeichnet und IRENA ist somit gegründet worden. Bereits am darauf folgenden Tag, am 27. Januar, fand das erste Treffen der Preparatory Commission in Bonn statt. IRENA wird somit schon in ihrer Anfangsphase erste Projekte umsetzen können. Mitte 2009 werden der vorläufige Sitz sowie der vorläufige Generaldirektor bestimmt und die Organisation in der Folge sukzessive aufgebaut.

Das vorrangige Ziel von IRENA ist es, die umfassende und nachhaltige Nutzung erneuerbarer Energien weltweit zu beschleunigen. Dieser umfassende Anspruch schlägt sich in einer Reihe konkreter Aktivitäten nieder. Hierzu gehören:
• Die Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien durch gezielte politische Beratung;
• Den Ausbau des Technologie- und Wissenstransfers im Bereich der erneuerbaren Energien zu fördern;
• Die Unterstützung beim Kompetenzaufbau (capacity building) im Bereich erneuerbarer Energien. Darüber hinaus wird die Agentur die Mitgliedsstaaten zu Finanzierungsmöglichkeiten beraten, unterstützende Öffentlichkeitsarbeit leisten und die angewandte Politikforschung verstärken. Angestrebt wird eine möglichst breit gestreute Mitgliederstruktur, wobei Industrie- und Entwicklungsländer gleichermaßen vertreten sein sollen. IRENA wird außerdem eng mit bestehenden Netzwerken und Organisationen zusammenarbeiten.


Weitere Informationen über die Initiative der Bundesregierung zur Gründung von
IRENA finden Sie unter:
www.irena.org

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