Werner Kurotschka:

Ein deutscher Orthopäde in Bangkok

Ein deutscher Arzt unterrichtet Sportmedizin in Bangkok und heilt manch schwierigen Fall ganz ohne OP.



Es gibt nur sehr wenige deutsche Ärzte, die in Thailand tätig sein dürfen. Einer von ihnen ist Dr. med. Werner Kurotschka, der am Mae-Fah-Luang-Universitätskrankenhaus in Bangkok arbeitet.

Dr. Kurotschka ist Facharzt für Orthopädie und Traumatologie. Zusätzlich spezialisierte er sich auf Sportmedizin, Osteopathie und Chirotherapie. Er ist klassischer Schulmediziner und zugleich Alternativmediziner – nur ein scheinbarer Widerspruch, denn es geht ihm in erster Linie darum, sauber zu diagnostizieren und Operationen zu vermeiden. Viele seiner Patienten kamen zu ihm, als sie bereits Einweisungen zu einer OP erhalten hatten. Und in vielen Fällen konnte er die Operation verhindern. Für Dr. Kurotschka sind nicht die Symptome ausschlaggebend, sondern die häufig verborgenen Ursachen

So wenig invasiv wie möglich


Natürlich lassen sich operative Eingriffe nicht immer verhindern. Dr. Kurotschka führt als Chirurg auch aufwändige Operationen wie das Einpflanzen künstlicher Hüft- oder Kniegelenke durch. Aber für einen großen Anteil der gesundheitlichen Probleme, insbesondere Wirbelsäulenprobleme, ist eine ganzheitliche Therapie viel wirkungsvoller. Es steht ein großes Spektrum unterschiedlicher Maßnahmen zur Verfügung, zum Beispiel Schmerztherapie, Blockadetechnik, Osteopathie und Chirotherapie, die in Verbindung mit einer Rehabilitationsbehandlung nicht nur neue Grundlagen für ein schmerzfreies Leben schaffen, sondern diese auch für die Zukunft bewahren. Dazu ist es häufig entscheidend, gezielt Muskulatur aufzubauen – so können vielfach sogar Behandlungen mit Spritzen verhindert werden. Leitgedanke: So wenig invasiv wie möglich. 

Zwischen Ost und West


Dr. Kurotschka praktiziert zwischen klassischer und alternativer Medizin, und somit auch zwischen westlicher und asiatischer Medizin. Nach konservativ-westlichem Ansatz setzt ein Arzt einem Patient mit Schulterproblemen eine Spritze in die Schulter. Die Methodik der asiatisch geprägten funktionellen Anatomie hingegen sucht die Hintergründe und erforscht die Körperstrukturen ganzheitlich – hier gibt es sogar Berührungspunkte mit der Psychologie. Es werden alle Möglichkeiten untersucht, die zu den Schmerzen in der Schulter führen können, und häufig muss die Schulter überhaupt nicht behandelt werden. 


Der Vega-Check

Immer häufiger treten Beschwerden auf, deren Ursachen mit klassischen Methoden der Diagnostik nicht gefunden werden können. Dies können funktionelle Störungen sein, die durch Umweltbelastungen, Stress oder andere Faktoren ausgelöst werden. Dr. Kurotschka verwendet ein Diagnoseverfahren, das mit Hilfe eines Segmentelektrographen genau anzeigen kann, wo Störungen des Körpers vorliegen. So können Allergien, Entzündungen und Störfelder gefunden werden, Stress und Umweltbelastungen werden analysiert. Dieser so genannte Vega-Check findet Ursachen, die sonst womöglich verborgen bleiben würden. So kann die richtige, passende Behandlung vorgenommen werden. 

Besser Altern

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit von Dr. Kurotschka ist Sportmedizin, diese unterrichtet er auch als Professor an der Mae-Fah-Luang-Universität. Die Uni betreibt in Bangkok ein Zentrum für Anti-Aging-Medizin. Dr. Kurotschka findet den Begriff allerdings irreführend, denn seiner Ansicht nach geht es darum, das Altern zu verbessern und die Folgen zu erleichtern. Sich auch im Alter wohl zu fühlen und schmerzfrei zu sein, einen funktionierenden Bewegungsapparat zu besitzen – das sei in erster Linie anzustreben. Und um das zu erreichen, kann man sehr viel selbst tun: 30 Minuten Bewegung pro Tag und eine gesunde, ausgewogene Ernährung sind die wichtigsten Regeln für ein gesundes Leben.

Mark Sonntag


Prof. Dr. med. Werner Kurotschka Hat zuvor in Berlin eine Praxis für konservative und operative Orthopädie geführt. Er begeistert sich privat fürs Tauchen, Schwimmen und Fliegen. Normalerweise gilt für ausländische Ärzte die Regel, dass das Examen in thailändischer Sprache wiederholt werden muss. Dr. Kurotschka jedoch unterrichtet als Professor an der Mae-Fah-Luang-Universität und darf daher im Rahmen der Uni als Arzt tätig sein.  Osteopathie Die Osteopathie behandelt nie einzelne Beschwerden oder Krankheiten, sondern immer den Patienten in seiner Gesamtheit. Nicht die einzelne Beschwerde ist wichtig, sondern, dass der Organismus als Ganzes einwandfrei funktioniert und im Gleichgewicht ist. Ursachen an einer Stelle führen oft zu Beschwerden in ganz anderen Körperregionen. Ein Osteopath versucht, Bewegungseinschränkungen zu lösen und damit die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen.  Vega-Check Für etwa acht Minuten wird ein leichter Strom durch unterschiedliche Teile des Körpers geleitet. Die aufgezeichneten Kurven geben dem Arzt Aufschluss über eventuelle Störungen.  Anwendungsgebiete: • Allergien • Akute Beschwerden • Chronische Erkrankungen • Entgiftungssituation • Entzündungsherde • Mikrobielle Ebene • Organbelastungen • Regulationsfähigkeit • Störfelder • Stresssituationen • Umweltbelastungen • Virale Belastungen • Vitalität Tipp für unsere Leser Holen Sie vor einer orthopädischen Operation unbedingt eine zweite Meinung ein und überdenken Sie die Indikationen! Operationen haben immer Folgen für den Menschen, speziell, wenn es um die Wirbelsäule geht. Nur rund 60 % der Operationen haben Erfolg.  Und: Jeden Tag 30 Minuten Sport plus eine ausgewogene, gesunde Ernährung nach dem Prinzip „Kaiser-König-Bettelmann“ (reichhaltiges Frühstück, moderates Mittagessen, bescheidenes Abendbrot).  ADRESSE Mae-Fah-Luang-Krankenhaus 38/11-13 Asoke Place Building Asoke Road, Klongtoey, Wattana Bangkok 10110 Tel. +66 (0) 2644 2296

Wie gefällt dir dieser Beitrag?

Keine Bewertung

Deine Meinung ist uns wichtig! Bewertung abgeben


Weitere interessante Artikel