Gesundheitsbehörde warnt vor Regenzeit:

Vorsicht vor Leptospirose!

Für viele Thailänder ist die "grüne Saison" ein Segen! Überall grünt es so grün, und die Bäume und Blumen blüh'n! Die Kehrseite der Medaille: Heftige Schauer und Überschwemmungen, meist über einen längeren Zeitraum hinweg. Als Urlauber wichtig zu wissen: Schmutzwasser und Tiere (z.B. Straßenhunde) bergen ein echtes Risiko in sich!

Das Thema Wetter ist immer ein Thema - vor allem, wenn man im thailändischen Königreich Ferien machen möchte. Mittlerweile wissen unsere Leser, wann und wo es zu welcher Zeit am schönsten ist. Oft genug haben wir in unserem "Ratgeber Wetter" auf die regionalen Besonderheiten hingewiesen. 

Das Thaizeit-Team hat die feuchte Saison besonders gern. Der Himmel weint nur gelegentlich - und zwar heftig -, doch nach dem kräftigen Schauer ist alles vorbei und die Sonne scheint meist mehrere Stunden am Firmament. Generell ist es auch kühler und daher besonders angenehm, sich im Freien aufzuhalten. Zudem herrscht eine eigentümlich interessante und schöne Stimmung, wenn der Wettergott vor sich hin grault - siehe unsere Bildergalerie. 

Gesundheitsbehörde warnt vor Leptospirose

Gar nicht witzig hingegen sind die alljährlichen Überschwemmungen in weiten Teilen des Landes, die auch in diesem Jahr wieder zu erwarten sind.

In Bangkok sind seit Ende Mai 2019 heftige Schauer am Nachmittag oder gegen Abend üblich, ganze Straßen stehen dann unter Wasser.

Dr. Sukhum Kanchanaphimai* sagte aktuell in einem Interview mit "TheBangkokInsight": wer in der kommenden Regenzeit durch dreckiges Wasser watet oder Kontakt mit Tieren hat, sollte gewarnt sein! 

Es geht dabei nicht um eine erhöhten Gefahr durch "Dengue Fieber" in der feuchten Jahreszeit.

Viel weniger bekannt, aber deshalb keinesfalls ungefährlicher, ist eine Krankheit namens "Leptospirose". 

Schon mal davon gehört..??

Dr. Sukhum Kanchanaphimai gab bekannt, dass es seit Jahresbeginn in Thailand 622 Fälle von Leptospirose gab, die zu acht Todesfällen führten.

Bereits 2017 warnte auch das "Deutsche Centrum für Reisemedizin (CRM)" vor dieser Infektion. 2018 wurde bekannt, dass in Thailand insgesamt 2.425 Erkrankungen und 47 Todesfälle registriert wurden. Fakt ist: Verschmutztes Wasser ist ein bedeutendes Erregerreservoir.

Leptospiren-Bakterien überleben lange

Grundsätzlich gilt: Vermeiden Sie den Kontakt mit potenziell infizierten Tieren oder Gewässern!

Denn: in Wasser und Schlamm finden die Leptospiren-Bakterien günstige Überlebensbedingungen. In die Umwelt gelangen sie über den Urin infizierter Nagetiere (Ratten und Mäuse), aber auch von Haus- und Nutztieren wie Hunden, Schweinen und Rindern. "Reisende, insbesondere Rucksacktouristen und Expeditionsteilnehmer, sollen daher den direkten Kontakt  mit Süßwasser-Gewässern und Schlamm in den betroffenen Gebieten unbedingt meiden. 

Zu einem solchen direkten Kontakt komme es beispielsweise auch beim Wasserfallklettern oder bei diversen Sportaktivitäten.

Zudem sollten sich Touristen von Tieren fernhalten. „Ihre Infektiosität bleibt vermutlich über Monate hinweg bestehen. Streicheln Sie also keine streunenden Hunde...

... und sei der "soi dog" noch so süß... (Foto links)!

 

Leptospirose Symptome - und was tun, wenn...? 

Die Inkubationszeit beträgt ein bis zwei Wochen. Das erste Stadium äußert sich durch grippeartige Symptome wie hohes Fieber mit Schüttelfrost und starke Kopf- und Muskelschmerzen. Oft sind die Schleimhäute gerötet und eine Bindehautentzündung tritt auf. Im zweiten Stadium können auch Organe betroffen sein, etwa die Leber und Niere, was sich durch eine Gelbfärbung von Haut, Organen und Körperflüssigkeiten äußert.

Sind Lunge oder das Gehirn betroffen, kann es zu einer Bronchitis, einer Meningitis oder einer Meningoenzephalitis kommen. Dann sollte schnellstmöglich eine Therapie mit Antibiotika erfolgen, etwa mit Penicillin G oder Doxycyclin. Ohne entsprechende Behandlung verliefen zwei bis zehn Prozent aller Erkrankungsfälle tödlich. 

Doch keine Panik! Zum Glück verläuft diese Erkrankung in aller Regel harmlos. Wir von Thaizeit weisen Sie lediglich auf diese Infektion hin. Schließlich sollte man Bescheid wissen, um bei entsprechenden Beschwerden dem Arzt im Krankenhaus gegenüber einen möglichen Verdacht auf Leptospirose zu äußern, und zum Beispiel Dengue Fieber auszuschließen (das im Anfangsstadium ähnliche Symptome zeigt).  

Wie immer gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge. 


Lesen Sie auch diesen interessanten Bericht zum Thema: 

Von: Nathalie Gütermann

Info

*Quelle: ThaiViasa/TheBangkokInsight, 5.Juni 2019

Doctors issue leptospirosis warning as rainy season begins

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