Krankheit oder Unfall:

Wie gut sind Sie versichert?

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Dann ist auch Hochsaison in Thailand. Wie gut sind Sie abgesichert, wenn Sie auf Reisen ins Ausland gehen? Wissen Sie wirklich, was die Krankenkassen im Fall der Fälle übernehmen? Fazit einer aktuellen Studie: "Lücke im System kann Reisende in den Ruin treiben"...

Bangkok, 23.6.2018

Auf Thaizeit.de weisen wir regelmäßig darauf hin, wie wichtig es ist, eine Reiseversicherung abzuschließen, bevor Sie in die Ferien fahren. Wir können nicht oft genug darauf aufmerksam machen, denn ständig gibt es Berichte von "Farangs" (Ausländern), die bei einem Moped-Unglück schwer verletzt werden oder sogar wegen tropischen Krankheiten in Lebensgefahr schweben. Zum Beispiel durch Herzinfarkt, Virusinfektion, Lungenentzündung oder gar durch einen Gehirnschaden nach einem Schlaganfall. 

Thailand Travel Shield

Auch wenn es etwas harmloser zugeht, sei es Dengue Fieber, Influenza A (schwere Grippe), Verstauchungen oder ein Taucher-Syndrom... die Liste der Krankheiten oder Unfälle ist lang und endet immer dann mit einer Katastrophe, wenn der Betroffene nicht versichert ist. Lesen Sie dazu auch diesen Bericht: "Drama im Urlaub - ohne Absicherung!"

Wichtig zu wissen: das Thailändische Tourismusbüro (TAT) bietet die Versicherung "Thailand Travel Shield" für alle Urlauber an.

Damit hat man auch das Recht, in den erstklassigen privaten Hospitälern behandelt zu werden. (Foto rechts: Einsatzfahrzeuge des renommierten Samitivej Hospitals). Infos hier: thailandtravelshield.tourismthailand.org. 

Aber auch bei vielen deutschen Anbietern bekommt man eine Reisekrankenversicherung, z.B. bei BDAE, Allianz, Hanse-Merkur, ADAC oder DRK schon für unter zehn Euro im Jahr. Jede diese Versicherung muss jedoch VOR Reiseantritt abgeschlossen werden, was meist schnell und einfach online erledigt werden kann. 

Vorsicht vor finanziellem Ruin 

Nun hat auch das Portal "HuffingtonPost.de" das Thema aufgegriffen und warnt nach einer aktuellen Befragung eindringlich vor Leichtsinnigkeit. Immerhin planen 64 Prozent der Deutschen, 2018 in den Urlaub zu fahren. Quelle: "Europ Assistance". Doch "wer im Ausland erkrankt, muss in vielen Fällen selber für die Behandlungs-Kosten aufkommen. Denn die gesetzliche Krankenkasse zahlt nur innerhalb der EU – und auch dort gibt es einen Haken."

Hier publizieren wir die wichtigsten Erkenntnisse, die in dem Bericht unter dem Titel: „Krank im Urlaub: Lücke im System kann Reisende in den Ruin treiben" veröffentlicht wurde.  

  • Bei vielen Urlaubern kommt das böse Erwachen erst nach einem Schicksalsschlag wie Krankheit oder Unfall. Bin ich im Ausland überhaupt versichert? Und wie komme ich wieder nach Hause? Viele Patienten stellen sich solche Fragen erst dann, wenn es schon zu spät ist.

  • "Rund 50 Prozent der Urlauber haben in einer Befragung angegeben, eine zusätzliche Reisekrankenversicherung zu besitzen. Das heißt im Umkehrschluss:

    Jeder Zweite ist ohne zusätzlichen Versicherungsschutz im Ausland unterwegs. 

  • Einige Urlauber verlassen sich beispielsweise uneingeschränkt auf den Schutz ihrer Krankenkasse. Doch in der Praxis bleiben Kosten oftmals trotzdem am Urlauber hängen. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt im europäischen Ausland nur die Kosten für Ärzte und Krankenhäuser, die zur Versorgung der Versicherten berechtigt sind. Viele Ärzte behandeln zudem nur gegen Privatrechnung, die die Krankenkasse zu Hause in der Regel nicht ersetzt.

  • Im schlimmsten Fall muss ein Aufenthalt in einer Privat-Klinik komplett selbst bezahlt werden. Diese gefährliche Lücke im System der Krankenversicherungen wird finanziell besonders kritisch, wenn der verletzte Urlauber zurück nach Deutschland geholt werden soll (z.B. im Ambulanz-Jet. Dies bietet u.a. der ADAC an).

  • Die Zahl der Rücktransporte steigt an! Für rund 12.900 verletzte Urlauber organisierte der ADAC einen Krankenrücktransport in eine Klinik in der Heimat – das sind rund 800 Patienten mehr als im Vorjahr. Rund 4.400 dieser erkrankten oder verletzten Urlauber (plus zehn Prozent) wurden per Flugzeug zurückgebracht. Hauptursachen für die Krankenrücktransporte per Flugzeug sind beim ADAC in rund 70 Prozent der Fälle Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle und Hirnblutungen. 15 Prozent gehen auf Unfälle zurück, besonders auf Verkehrs- und Sportunfälle.

  • Ein Krankenrücktransport in eine Klinik in Deutschland ist, egal in welchem Land, NICHT über die Krankenkasse abgedeckt. Ein Intensivtransport von Asien (..) kann bis zu 130.000 Euro kosten. Arzt- und Krankenhauskosten sind dabei noch nicht berücksichtigt, zitiert "Huffington Post"-Autor Tim Grübl seinen Gesprächspartner Jochen Oesterle vom ADAC.

    Für den Patienten kann das im schlimmsten Fall den finanziellen Ruin bedeuten!

Bestätigung vom Auswärtigen Amt

Unter dem Titel: "Bin ich im Ausland krankenversichert?" weist auch das Auswärtige Amt ausdrücklich darauf hin: 

"Vor Antritt jeder Auslandsreise sollten Sie klären, ob Sie einen adäquaten Krankenversicherungsschutz besitzen, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt. Eine Rückholversicherung, die bei einer plötzlichen ernsten Erkrankung die Kosten eines medizinischen Rücktransports nach Deutschland abdecken würde, ist in den wenigsten Krankenversicherungen eingeschlossen und sollte daher auf jeden Fall zusätzlich abgeschlossen werden. 

Ohne ausreichenden Versicherungsschutz sind vor Ort anfallende Kosten (z.B. Krankenhauskosten, Rettungsflug) grundsätzlich selbst zu tragen und können schnell alle Ersparnisse aufzehren. Diese Kosten können NICHT von deutschen Auslandsvertretungen übernommen werden.

Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass der Arzt/das Krankenhaus eine Ausreiseverweigerung erwirkt, wenn die Rechnung nicht beglichen wird." (NG) 
Quelle: AuswärtigesAmt.de

Lesen Sie auch diese wichtigen Artikel zum Thema: 

>>> Drama im Urlaub: Reiseschutz für Thailand-Urlauber

>>> Top 5 Tropenkrankheiten - und wie man sich vor ihnen schützt

Info

Quelle: "HuffingtonPost.de"
Autor: Von Tim Grübl 

Bericht vom 11. Juni 2018

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