Corona Virus:

Informationen für Thailand!

AKTUELLES UPDATE: Wie gefährlich sind derzeit Reisen nach Südostasien, unter anderem auch nach Thailand? Das fragen sich derzeit viele Touristen, seit sich die mysteriöse Lungenkrankheit von der chinesischen Stadt Wuhan ausgehend ausbreitet. Wir haben die wichtigsten Fakten für Sie zusammengestellt.

ALTUELLE SITUATION, 1. Februar 2020

Das Corona Virus ist extrem gefährlich - das ist jedem klar, seit die Weltgesundheitsorganisation WHO am vergangenen Donnerstagabend den GESUNDHEITSNOTSTAND erklärte und die Ausbreitung des Virus als "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" beschrieb.

"Der Kampf gegen die China-Seuche wird zur weltweiten Herausforderung", schrieb aktuell "Die Welt", denn "die Infektionen und Todesfälle erlebten bis Freitag den größten Anstieg innerhalb eines Tages. Die Zahl der Patienten mit dem neuartigen Coronavirus kletterte um 1981 auf 9692, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete". Mittlerweile wurden 213 Todesfälle gemeldet. Weltweit wurden  mehr als 120 Infektionen in ca. 20 Ländern festgestellt, diese Zahl steigt täglich. Auch in Deutschland ist das Virus schon angekommen.

Unterdessen rät das Auswärtige Amt: "Bundesbürger sollten von Reisen nach China absehen". Viele Fluggesellschaften, unter anderem auch die Lufthansa Gruppe und lokale Fluggesellschaften in Thailand haben ihre Flüge von und nach China gestrichen.

Wie schützt sich Thailand?

In der Tat wird das Königreich von vielen Chinesen besucht, zuletzt anlässlich des Neujahrfestes (das an diesem Wochenende zuende geht). Viele andere Besucher sind deshalb in großer Sorge und fragen sich: sind Thailand-Reisen derzeit und in naher Zukunft überhaupt sicher, wie kann man sich selbst schützen und wie schützt Thailand sein eigenes Land?

Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul verschönt zu diesem Thema nichts.

Vor 4 Tagen sagte er gegenüber der britischen Daily Mail:

"Allein im Januar ("Chinese New Year") haben sich über 20.000 chinesische Touristen aus Wuhan in Thailand aufgehalten...! Wir sehen uns nicht in der Lage, die Ausbreitung des Corona Virus in Thailand ganz zu stoppen". Das Virus könne sich schneller ausbreiten als es die Mainstream-Medien wahrhaben wollen und. In Thailand gäbe es einfach zu viele chinesische Touristen, um eine Verbreitung des Virus aufzuhalten!(Quelle: Daily Mail))

Aber: Panikmache ist unnötig...

... schreibt das Thailändische Fremdenverkehrsamt TAT.

In einer offiziellen Bekanntgabe heißt es:

  • "In Bezug auf die Situation 2019-nCoV in Thailand zum 31. Januar 2020 hat das Gesundheitsministerium 5 neue Fälle bestätigt, was bisher zu insgesamt 19 bestätigten Fällen führte. ABER: 7 Personen sind bereits nach Hause zurückgekehrt, und die anderen bleiben zur Beobachtung in Krankenhäusern.
  • Alle Betroffenen - bis auf einen - waren Touristen aus dem chinesischen Wuhan, wo das Virus ausgebrochen war. Keiner wurde in Thailand infiziert.
  • Laut der Abteilung für Krankheitskontrolle (DDC) des Gesundheitsministeriums bietet Thailand eine wirksame und effektive Krankheitsüberwachung und Behandlung an.

  • Darüber hinaus hat das DDC mitgeteilt, dass nach Einschätzung von Experten das Risiko, dass Thailänder und Touristen mit dem Corona Virus infiziert werden, immer noch gering ist.


  • Hier sei nochmals explizit darauf hingewiesen, sich strikt an besonders gründliche Hygiene zu halten, um die Ausbreitung von Viren zu verhindern. Meiden Sie überfüllte Orte und Menschen, die husten und niesen. Waschen Sie sich häufig die Hände mit Seife, Wasser oder Alkoholgel. Wenden Sie sich bei konkreten Hinweisen oder Symptomen an die DDC-Hotline 1422.

Behörden sind konsequent

  • Präventionsmassnahmen werden derzeit überall strikt durchgeführt, vor allem auch an Flughäfen und in Krankenhäusern.

  • An allen Airports werden die Reisenden bei An- und Abreise mit Thermo-Scannern durchleuchtet, um sofort Fieber zu erkennen.

  • Das Visa-on-Arrival für Chinesen wurde vorübergehend gestoppt

  • In großen Einkaufszentren und in Kliniken wie dem Samitvej Hospital stehen überall Desinfektions-Gels zur Verfügung.

  • Skytrains und U-Bahnen werden regelmäßig gereinigt und desinfiziert.

Bisher alles wie gehabt!

  • Veranstaltungen und Festivals in Thailand finden bis März 2020 planmäßig statt.
  • Öffentliche Verkehrsmittel, Tourismusbetriebe, Sehenswürdigkeiten und Einkaufszentren sind wie gewohnt geöffnet.

Eine Reisewarnung für Thailand besteht nicht!

WAS BISHER GESCHAH

Bangkok, 28.1.2020

Nach Angaben der chinesischen Behörden ist die Zahl der bestätigten Fälle seit dem Corona-Ausbruch im letzten Monat rasant gestiegen. Aktuell ist von 2500 Infizierten die Rede, die Dunkelziffer liegt allerdings bei rund 30.000 bis 100.000. "Mit ziemlicher Sicherheit sind bereits Zehntausende infiziert." Das jedenfalls sagte Neil Ferguson, ein Experte für öffentliche Gesundheit am Imperial College London einem Journalisten der englischen Tageszeitung "The Guardien".

80 Personen sollen bisher in China verstorben sein.

Inzwischen hat das Virus auch die europäischen Länder erreicht. Am heutigen Dienstag wurde der erste Fall in Starnberg (Bayern) gemeldet. Sicher ist: dieses Virus breitet sich schnell aus und Vorsicht ist definitiv geboten. Denn Gesundheitsexperten warnen vor einer Übertragung des Coronavirus von Mensch zu Mensch. "Eine infizierte Person kann bis zu drei weitere Menschen anstecken", so Ferguson.

Gespenstisches Bangkok: Menschen mit Masken!

Nicht nur in China versucht sich die Bevölkerung mit Gesichtsmasken zu schützen. Auch in Thailands Hauptstadt sieht man zur Zeit allerorts Menschen mit Mundschutz. Entweder werden Nase und Mund mit den hellgrünen "Krankenhaus-Masken" bedeckt, die normalerweise von Medizinern oder Pflegepersonal getragen werden. Oder aber mit hochwertigen "Respiratoren" mit Ventil, die auch gegen Smog eingesetzt werden und kleinen Gasmasken ähneln. Ein gespenstisches Bild.

Nun muss man wissen, dass vor allem Asiaten seit der SARS-Epidemie große Angst vor Ansteckung haben. Auslöser war seinerzeit ein Corona-ähnliches Virus, dass ebenfalls aus China stammte. Damals war ganz Asien betroffen. Doch die mögliche Schutzwirkung von diesen Schutzmasken bleibt unklar. Kritiker bezeichnen sie gar als "psychologischen Selbstbetrug" (Quelle: Der "Tagesspiegel"). Viele winzige Viren und Bakterien können das Textil problemlos durchdringen. Andere Studien kommen jedoch zu dem Resultat, dass diese Hilfsmittel nicht ganz so sinnlos sind. Allerdings muss der Mundschutz ganz eng am Gesicht anliegen, damit über die Luft übertragene Erreger nicht in den Atemstrom eindringen können.

Entwarnung, Grippe-Impfung und Hygiene

Thaizeit fragte eine renommierte Virologin im Samitivej Sukhumvit Krankenhaus, ob die handelsüblichen Masken tatsächlich ein wirkungsvoller Infektionsschutz sind und ob man sie aus Angst vor dem Corona-Virus rund um die Uhr tragen solle. Khun Bannpamai:

"Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, ob er sich mit einer Maske sicherer fühlt. Eine Panik ist allerdings keinesfalls begründet.

  • Eine Reisewarnung der Weltgesundheitsbehörde gibt es nicht.

  • Es sind bislang 14 Fälle in ganz Thailand bekannt, davon wurden 10 Patienten bereits nach Hause entlassen. Wer nicht mit Reisenden aus China in Berührung kommt, oder selbst gerade in China war, hat vorerst nichts zu befürchten.

  • Allerdings schleppen viele Touristen aus winterkalten Ländern Erkältungen ein - dort hat die sogenannte "Grippesaison" schon im Dezember begonnen. Zwischen Januar und März therapieren wir vor allem "Influenza A". Als Mediziner rate ich deshalb jedem Menschen, noch vor Antritt einer Auslandsreise eine Grippe-Impfung im Heimatland zu machen.
  • Wichtig ist vor allem auch regelmäßiges Händewaschen und Desinfizieren. Dies verhindert nachweislich eine Keimübertragung.
  • Meiden Sie große Menschenmassen! Das gilt z.Zt zum Beispiel auch für den Skytrain (BTS)
  • Gehen Sie Personen mit offensichtlichem Husten oder Schnupfen oder anderen kranken Menschen aus dem Weg
  • Vermeiden Sie auch den Kontakt mit kranken Tieren
  • Gehen Sie zum Arzt, sollten Sie Fieber oder Grippe-Symptome haben

Behördliche Maßnahmen in Thailand und China

Die thailändischen Behörden haben schon seit 2 Wochen an allen internationalen Flughäfen intensive Schutzmaßnahmen angeordnet. Es werden Thermo-Screenings und Fieberkontrollen bei Chinesen und möglichen Infizierten durchgeführt, die Temperaturen über 38 Grad, trockenen Husten oder Atembeschwerden haben.

Mittlerweile sind viele Chinesen, die für das traditionelle Neujahrsfest "Chinese New Year" nach Thailand gereist waren, wieder in ihre Heimat zurück gekehrt. Unter ihnen gab es jedoch keine Verdachtsfälle.        
 
Unterdessen haben die chinesischen Behörden die Millionenstadt Wuhan und andere Städte der Provinz Hubei komplett abgeriegelt. Dort wurde das Virus erstmals entdeckt. Selbst ausländische Journalisten sitzen fest. Wie der ADAC berichtet, ist die An- und Abreise mit Zug, Flug, Bus und Fähre derzeit nicht möglich. Sämtliche Attraktionen wie der ehemalige Kaiserpalast oder auch Disneyland wurden bis auf Weiteres geschlossen.

Eine weitere Ausbreitung der Lungenkrankheit soll unter allen Umständen vermieden werden. 

Anmerkung der Redaktion:

Wir werden unsere Leser über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten! (NG)

Info

Symptome des Corona-Virus
Coronaviren verursachen oft harmlose Erkrankungen wie Erkältungen – allerdings gehören auch Erreger gefährlicher Atemwegskrankheiten wie Sars und Mers dazu. Die Inkubationszeit beträgt zwischen einem und zwölf Tagen. Symptome sind Fieber, Husten, Atemnot. Derzeit wird davon ausgegangen, dass man bereits während der Inkubationszeit ansteckend ist. Auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts gibt es Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Coronavirus. Das Auswärtige Amt (AA) bietet ein Info-PDF mit den wichtigsten Fakten zum Download an.

Detaillierte Informationen:
Reisende, die um ihre Gesundheit fürchten, haben bislang kein Anrecht auf eine kostenfreie Stornierung. Dafür wäre eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes erforderlich.

Einige Veranstalter bieten aber freiwillig Umbuchungen an. Um entsprechende Möglichkeiten zu klären, muss man sich direkt an den jeweiligen Veranstalter wenden.

(Quelle: ADAC)

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